Halbes Dutzend - 6. Sieg für Müller

Dirk Müller siegt bei den 24 Stunden von Köln zum sechsten Mal in Folge. Burbacher gewinnt gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jörg Müller, mit DTM-Star Bernd Schneider und zahlreichen Motorsportgrößen Deutschlands wichtigstes Kartrennen.
Von: AMC Hellertal Burbach

"Jetzt bin ich völlig platt und will erst einmal ins Bett", schnaufte Dirk Müller nach der Zieldurchfahrt der 24 Stunden von Köln auf der kräftezehrenden Bahn im Kartcenter Cologne in Köln-Rodenkirchen. Der BMW-Werkspilot hatte nur Sekunden zuvor jubelnd die Zieldurchfahrt seines Teamkollegens Christopher Brück erlebt und dabei ein klein wenig Motorsportgeschichte geschrieben. Noch nie zuvor wurde ein 24 Stunden Kartrennen so oft von ein und derselben Mannschaft gewonnen, wie dieses Rennen von der Schneider-Truppe in Köln. "Das war das härteste Rennen, dass ich hier in Köln gefahren habe. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und kräftezehrend. Der Sieg ist das Resultat einer perfekten Mannschaftsleistung. Ein erfolgreicher Auftakt für eine hoffentlich erfolgreiche Motorsportsaison 2005", strahlte der Vize-Europameister der ETCC.

Nahezu über die kompletten 24 Stunden hinweg hatte die Mannschaft rund um Dirk Müller Führungsarbeit geleistet. Der Siegerländer war es auch, der das Dark Dog-D69-Team im ersten 100-Runden-Turn vertrat. Schon kurze Zeit später waren erste Vorsorgemassnahmen fällig. "Ich habe mir den Fuß getapt und eine Art Keil unter dem rechten Rennschuh befestigt, da das Gaspedal bei den ansonsten wirklich hervorragenden Eglem-Karts nicht hunderprozentig zur Sitzposition passt", wußte der clevere Rennstratege zu berichten, "und eh ich mir einen lädierten Fuß hole, baut der kluge Mann doch lieber vor."

Eine Massnahme die sich absolut bewähren sollte. Während zahlreiche Fahrer humpelnd in der Boxengasse gesichtet wurden, spulten Müller und Co. Ihre Turns wie ein Uhrwerk ab und siegten nach 24 Stunden mit einem 8-Runden-Vorsprung bei 3174 Runden. Mehr als 1.200 Kilometer spulten sie dabei mit einer Mischung aus hohem Fahrkönnen, geschlossener Mannschaftsleistung und eiserner Disziplin ab. So war denn auch Teamchef Hans Ziegler, "im richtigen Leben" Logistiker bei HWA Racing voll des Lobes: „Ich bin stolz auf unser Team. Wir konnten am Ende deutlich gewinnen. Wie immer war das Wochenende bestens organisiert. Die Karts waren bestens vorbereitet und die Stimmung war toll. Die 24 Stunden von Köln sind einzigartig", strahlte der ehemalige Chefmechaniker von Bernd Schneider bei der Siegerehrung. - bbe

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