
Schwertransport-Müller mit Zusatzgewicht
Nach den Läufen fünf und sechs der FIA World Touring Car Championship (WTCC) auf dem "Silverstone Circuit" führt Dirk Müller mit 2 Zählern Vorsprung weiterhin die Fahrerwertung der Serie an. Das Rennwochende in Silverstone begann für Dirk Müller und die übrigen BMW-Fahrer mit einer Hiobsbotschaft. Der Internationale Automobilverband FIA hatte im Vorfeld die Mindestgewichte für alle frontangetriebenen Fahrzeuge um 20 kg reduziert. Da die Hecktriebler BMW wegen ihrer bisherigen Erfolge mit 50 kg Zusatzgewicht starten mussten, summierte sich der Nachteil auf 70 kg. „Die neuen Gewichte galten zunächst nur für Silverstone. Wir werden die Ergebnisse analysieren und dann neu entscheiden“, erkärt Gabriele Cadringher von der FIA. Bereits im Training war der gebürtige Burbacher Dirk Müller vom Pech verfolgt. Nach einem Verbremser endete die Trainingssession im Kiesbett und somit konnte nur der 26. und letzte Startplatz für das anstehende Rennen notiert werden.
Im ersten Rennen des Tages belegte der amtierende Europameister Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK den fünften Platz und war damit bester BMW Pilot. Die beiden BMW Team Deutschland Piloten Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach) folgten auf den Plätzen neun und zehn. Den Sieg errang Gabriele Tarquini (ITA) vor drei weiteren Alfa-Romeo-Piloten. Lokalmatador Priaulx hatte im zweiten Lauf Pech: In Führung liegend musste der 30-Jährige das Rennen wegen eines Bremsplattens nach elf Runden aufgeben. So war der Weg frei für den ersten Saisonsieg von Rickard Rydell (SWE/SEAT). Dirk Müller wurde Sechster, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Jörg Müller. "In Anbetracht der Gewichtsreduzierung für die Frontriebler und des Zusatzgewichts an Bord unserer Autos hatten wir uns für die Rennen in Silverstone keine großen Chancen auf einen Podestplatz ausgerechnet. Darum sind wir vom Ausgang der beiden Läufe nicht überrascht. Dirk hat das Beste aus der Situation gemacht und sich gut gegen die zum Teil überhart kämpfende Konkurrenz behauptet. Er konnte seine WM-Führung verteidigen, was für uns sehr wichtig ist“, zieht Charly Lamm, Teammanger des BMW Team Deutschland Bilanz.
Ergebnis Rennen 1: 1. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) 20:35,654 Minuten, 2. James Thompson (GBR, Alfa Romeo) +1,287 Sekunden, 3. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) +1,626, 4. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +1,924, 5. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +4,386, 6. Peter Terting (DEU/SEAT) +5,595, 7. Rickard Rydell (SWE/SEAT) +6,019, 8. Jason Plato (GBR, SEAT) +10,187, 9. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +11,611, 10. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +12,170,
Ergebnis Rennen 2: 1. Rickard Rydell (SWE/SEAT) 21:43,465 Minuten, 2. Jason Plato (GBR, SEAT) +4,709 Sekunden, 3. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) +5,049, 4. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +5,557, 5. Jordi Gene (ESP/SEAT) +6,712, 6. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +7,239, 7. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +14,616,
Fahrerwertung nach 6 von 20 Rennen: 1. Dirk Müller 32 Punkte, 2. Gabriele Tarquini 30, 3. Andy Priaulx 27, 3. Jörg Müller 27.
Das nächstes Rennen findet am 29. Mai 2005 in Imola statt. -sbe Quelle BMW