Rad ab und heiße Luft

Jana Meiswinkel und Meik Utsch kehren mit durchwachsenen Ergebnissen vom BERU-TOP10-Wochenende in Hockenheim zurück. Toyota-Lady belegt die Plätze 16 und 14. Meik Utsch nach unverschuldetem Unfall auf den Rängen 14 und 15 Technik spielte den Siegerländern einen Streich.
Von: AMC Hellertal Burbach

Es hätte alles so schön werden können, wenn die Konkurrenz und Technikprobleme nicht die Pläne der beiden Fahrer des AMC Burbach durchkreuzt hätten. „Für das Hockenheim-Budget wäre ich wohl besser in Urlaub gefahren“, ätzte Clio-Pilot Meik Utsch voller Sarkasmus. „So gut wie gar nichts lief an dem Wochenende wie geplant.“

Dabei durfte der Siegerländer noch froh sein, dass überhaupt noch was lief. Bei den Tests am Freitag stopfte er den von Steibel Motorsport vorbereiteten Clio auf der Kurzanbindung in die Leitplanken. „Die Radbolzen vorne links scherten ab und dann hatte ich nicht den Hauch einer Chance, den Einschlag zu vermeiden“, fasste Meik Utsch die dramatischen Ereignisse kurz und prägnant zusammen. „Der issssch hie“, brachte es sein Teamchef Claus Steibel noch deutlicher auf den Punkt. Ein deformierter Vorderwagen und Verformungen bis in die Dachpartie führten zu dieser bodenständig ausgeführten Schadensdiagnose, auch ohne Zuhilfenahme eines Messstandes. Nach dem Motto „Aufgeben gilt nicht“ schraubte die Mannschaft rund um Meik Utsch dann nahezu die komplette Nacht hindurch, um die französischen Überreste wieder zu einem fahrfähigen Renngerät zu machen.

Mit den Plätzen 14 und 15 hielt sich Meik Utsch dann halbwegs schadlos. Für eine Rennen, in das ich so viele Hoffnungen gesteckt habe, ist das aber alles andere als ein zufriedenstellendes Ergebnis“, bilanzierte der Siegerländer sein drittes Meisterschaftswochenende im Rahmen der BERU TOP10 in Hockenheim, dass ihm rang dreizehn in der Meisterschaft bescherte.

Auch bei der Toyota-Yaris-Cup-Fahrerin Jana Meiswinkel hingen die Flaggen nach dem Hockenheim-Wochenende eher auf halbmast. „Startplatz vierzehn geht ja gerade noch so, aber das mich die Konkurrenz im ersten Rennen gleich in der ersten Kurve ins Nirwana schickt, ist alles andere als nett“, lautete die vornehme Darstellung der jungen Dame beim Verlassen des Parc Férme, während der Puls im Drehzahlbegrenzer agierte. „Ein Holländer hat mich über die Kerbs geschickt, ich wäre fast abgeflogen und als ich dann mal wieder halbwegs Vortrieb hatte, war ich nahezu Letzte.“ Platz sechszehn nach der Aufholjagd notierte die Zeitnahme, um Jana Meiswinkel dann gleich für’s Sonntagsrennen auch auf eben diesen Startplatz zu verweisen. „Da die Startaufstellung zum Rennen am Sonntag nach dem Zieleinlauf des Rennens am Samstag vorgenommen wird, war ich gleich doppelt bestraft.“

In einem teilweise chaotischen, von harten Manövern geprägten Rennen, kam Jana Meiswinkel bis auf Platz vierzehn. „Weiter ging’s leider nicht, denn zu allem Übel bekam ich richtige Probleme mit der Motorenkühlung“, knurrte sie. „Die Wassertemperatur stieg dermaßen hoch an, dass der Motor stellenweise im Notlaufprogramm lief.“ In der Gesamtwertung der Meisterschaft fiel sie von Platz acht auf zwölf zurück. „Dafür bin ich aber in der Damenwertung jetzt wenigstens wieder Zweite“, findet sie noch ein wenig Licht im Schatten des Hockenheim-Wochenendes. - bbe

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