
Schwer-Transport - Müller mit Sieg in WM
Ohne hohe Erwartungen waren die BMW Länderteams für die Läufe sieben und acht der FIA World Touring Car Championship (WTCC) nach Imola gereist. Wie schon vor zwei Wochen in Silverstone gingen die BMW Fahrer mit einem Gewichtsnachteil von 20 Kilogramm gegenüber ihren frontgetriebenen Konkurrenten an den Start. Nach den Rennen auf dem „Autodromo Enzo e Dino Ferrari" steht jedoch mit einem Laufsieg durch Dirk Müller vom BMW Team Deutschland und dem Gewinn von vier Podestplätzen ein weiteres gutes Gesamtresultat zu Buche. Bei Temperaturen um 30 Grad Celsius belegte Antonio Garcia (ESP) im ersten Rennen des Tages hinter Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo) den zweiten Platz für das BMW Team Italy-Spain. Als Dritter stand Dirk Müller ebenfalls auf dem Podest.
Im zweiten Lauf stand Dirk Müller ganz oben auf dem Treppchen und feierte seinen zweiten Saisonsieg. „Ich bin wahnsinnig glücklich. Zwischen den beiden Rennen hat das Team sehr gute Veränderungen am Auto vorgenommen. Dafür kann ich mich nur bedanken. Der Wagen lief im zweiten Lauf viel besser, so dass der Sieg möglich wurde. Unsere perfekten Starts waren ganz sicher ein entscheidender Faktor. In beiden Rennen konnte ich gleich zu Beginn viele Positionen gut machen. Diese 15 WM-Punkte nehme ich gerne mit nach Hause, denn damit war unter den schwierigen Voraussetzungen hier in Imola eigentlich nicht zu rechnen. Nun freue ich mich auf die Rennen in Mexiko."
Dahinter platzierten sich Priaulx und Giovanardi auf den Rängen zwei und drei. Lange lag der von der Poleposition gestartete Zanardi auf der dritten Position, ehe er in der letzten Runde von Augusto Farfus jr. (Alfa Romeo) von der Strecke geschoben wurde. Er kam schließlich als Sechster ins Ziel. Für Zanardi war es dennoch das beste Resultat in seiner Tourenwagenkarriere. Garcia wurde Neunter, Jörg Müller arbeitete sich vom letzten auf den zwölften Platz nach vorn.
Damit haben sowohl Dirk Müller in der Fahrer- als auch BMW in der Herstellerwertung ihre Führung verteidigt. Mit 47 Punkten beträgt der Vorsprung von Dirk Müller auf Priaulx sechs Zähler. Auf Platz drei folgt Alfa-Pilot Gabriele Tarquini. BMW hat in der Herstellerwertung nun 113 Punkte auf dem Konto. – bbe, Quelle BMW
Ergebnis Rennen 1: 1. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) 22:12,202 Minuten, 2. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) +3,146 Sekunden, 3. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +8,131, 4. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +9,126, 5. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +12,299, 6. Roberto Colciago (ITA/Honda) +15,175, 7. James Thompson (GBR, Alfa Romeo) +16,995, 8. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +17,476, …27. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +1 Runde
Ergebnis Rennen 2: 1. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) 22:17,549 Minuten, 2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +2,027 Sekunden, 3. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) +5,822, 4. Rickard Rydell (SWE/SEAT) +6,786, 5. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +8,795, 6. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +10,447, 7. Peter Terting (DEU/SEAT) +10,713, 8. Jason Plato (GBR, SEAT) +11,135, 9. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) +12,115, …12. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +15,805
Fahrerwertung nach 8 von 20 Rennen: 1. Dirk Müller 47 Punkte, 2. Andy Priaulx 41, 3. Gabriele Tarquini 30, 4. Augusto Farfus jr. 29, 5. Fabrizio Giovanardi 29, 6. Jörg Müller 27, 7. Antonio Garcia 27, 8. Rickard Rydell 24, 9. James Thompson 22, 10. Jordi Gene 12, 11. Jason Plato 10, 12. Alessandro Zanardi 6, 13. Peter Terting 5, 14. Roberto Colciago 3