
Dirk Müller legt im Training vor
Damit wird der 29-Jährige Burbacher hinter den beiden SEAT-Piloten Jordi Gene und Peter Terting aus der zweiten Reihe starten. In Istanbul hatte Dirk Müller vor knapp zwei Wochen die WM-Führung an seinen Markenkollegen Andy Priaulx vom BMW Team UK verloren. Für die beiden Rennen in Spanien hat er nun jedoch eine exzellente Ausgangsposition, um das Titelrennen weiter spannend zu halten.
"Ich hätte nicht gedacht, so weit vorne stehen zu können“, sagte Dirk Müller, der in Valencia mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht antritt. "Der Platz in der zweiten Reihe ist ein fantastisches Ergebnis. Meine direkten Rivalen in der Fahrer-WM stehen im Mittelfeld, diese Chance will ich nutzen. Am Ende kann jeder Punkt entscheidend sein. Das Handling meines Autos war sehr gut, und ich habe für morgen noch einige Veränderungen im Kopf. Ich denke, dass wir zwei spannende Rennen sehen werden, in denen hart gekämpft wird.“
Priaulx, mit dem maximalen Ballast von 60 Kilogramm unterwegs, klagte nach dem Qualifying über starkes Untersteuern an seinem BMW 320i. Der amtierende Tourenwagen-Europameister kam so nicht über den 15. Platz hinaus. Allerdings rückt Priaulx in der Startaufstellung für das erste Rennen am Sonntag eine Position auf, da Tom Coronel nach einem Motorwechsel an seinem SEAT zehn Plätze zurückversetzt wird. Der schärfste Verfolger der BMW Fahrer Dirk Müller und Priaulx im Titelrennen, der WM-Dritte Fabrizio Giovanardi, startet für Alfa Romeo von der zwölften Position.
Auch Jörg Müller vom BMW Team Deutschland und Lokalmatador Antonio Garcia, der für das BMW Team Italy-Spain antritt, können sich Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis auf der 4,005 Kilometer langen Strecke machen. Jörg Müller belegte im Qualifying den siebten Platz. In seiner sechsten Runde kam der 35-Jährige kurzzeitig von der Strecke ab und musste außerplanmäßig die Box ansteuern. Kurz vor Schluss gelang ihm aber doch noch eine Zeitenverbesserung. Garcia startet als Neunter in den 17. WM-Lauf des Jahres. Sein Teamkollege Alessandro Zanardi hat hingegen eine Aufholjagd vor sich, will er zum fünften Mal in Folge in die Punkteränge fahren. Der momentan Zehnte der Fahrerwertung nimmt das Rennen vom 20. Platz auf. Auch er profitierte von Coronels Strafe. –sbe, Quelle BMW