Spannende Rennaction im Kartland Sinn

Patrick Schäfer souveräner Sieger des ersten Clubinternen Kartrennens im Kartland Sinn. 12 Teilnehmer am Start. Gelenkschmerzen und Muskelkater garantiert. Zweite Auflage des Rennens ist geplant.
Von: AMC Hellertal Burbach


Es sollte nochmals ein besonderer Clubabend werden. Unter diesem Hintergrund trafen sich am gestrigen Donnerstagabend 12 kartbegeisterte Clubmitglieder und ebenso viele Zuschauer aus unseren Reihen im Kartland Sinn um einen etwas außergewöhnlichen Clubabend zu verbringen. Einzige Bedingung für die Teilnahme war die, dass der Fahrer mindestens 18 Jahre alt sein musste.

Die 12 Teilnehmer wurden nach der notwendigen "Papierabnahme" zunächst einmal von den Verantwortlichen des Kartlandes Sinn zur Einweisung in die Funktionsweise eines Karts und die Regularien einbestellt. Ganz neu waren uns die Ausführungen nicht, zumal doch der eine oder andere bereits ein entsprechendes Sportgerät in der Vergangenheit bewegt hatte. Lediglich die Tatsache, dass bei gleichzeitiger Betätigung von Gas und Bremse das Kart im Leerlauf lief und somit keinen Vortrieb hatte, bereitete dem einen oder anderen Schwierigkeiten.

Qualifying über 10 Runden. Patrick Schäfer vorne
Nachdem sich jeder eines der baugleichen 6,5 PS starken Rimo-Karts ausgesucht hatte, ging es hinein in das Qualifying über 10 Runden und somit um die Vergabe der Startpositionen für das anstehende Rennen. Patrick Schäfer ging mit der Startnummer 22 als erster auf die Strecke. Versuche, dem routinierten Kartfahrer auf einer schnellen Runde zu folgen, blieben erfolglos. "Knapp zwei Runden konnte ich mit kalten Reifen einigermaßen dranbleiben. Als die Slicks aber Grip aufbauten, war er weg", schildert Andreas Klein den erfolglosen Versuch einer gemeinsamen schnellen Runde mit Patrick Schäfer. Nach genau 10 Runden konnte Patrick Schäfer das Qualifying mit einer Zeit von 36,14 Sekunden für sich entscheiden und somit die Pole Position für sich verbuchen. Platz 2 ging an Simon Scholko (36,63 sec.) vor seinem Bruder Sebastian Scholko (37.02 sec.). Den Kampf um die Startposition in der Kategorie "Über 30" konnte in einer Zeit von 37.68 Sekunden Gerhard Jentsch für sich entscheiden, was mithin Startplatz 6 bedeutete.

Rennen über 30 Runden. Die erste Kurve hatte es in sich
Nach der Startaufstellung ging es ohne Pause hinein in das Rennen über 30 Runden. Nachdem die Startampel auf grün gewechselt hatte schob sich das Feld gesammelt in die erste Haarnadelkurve. Alle Fahrer wurden in der Fahrerbesprechung darauf hingewiesen, dass die erste Kurve aus Sicherheitsgründen unter Gelber Flagge gefahren werde und absolutes Überholverbot gelte. Von nahezu dem gesamten Feld wurde dies jedoch als reine Empfehlung und nicht als Anweisung ausgelegt, so dass es in der ersten Kurve auch dementsprechend turbulent zuging. Einer der Leidtragenden der Startkollision war Gerhard Jentsch, der sich plötzlich am Ende des Feldes wieder fand. "Ich hab auf einmal einen Schubser von hinten bekommen und dann war der Motor aus", ärgert sich Gerhard Jentsch. "Nachdem ich mich dann vom Ende des Feldes wieder auf Platz 8 oder 9 vorgekämpft hatte, bin ich dann noch mit Jan Derenbach aneinander geraten".

Vom Start weg setzte sich der Trainingsschnellste Patrick Schäfer vom Feld ab und fuhr somit einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Lediglich der Zweitplatzierte Simon Scholko konnte das Tempo des Spitzenreiters einigermaßen mitgehen. "An Patrick wäre ich aber nicht vorbeigekommen" gibt Simon Scholko im Anschluss an das Rennen zu Protokoll. Mit einem Rückstand von knapp 32 Sekunden beendet Sebastian Scholko als Dritter das Rennen. "Ich bin vor 3 Jahren hier zum letzten Mal gefahren. Vom Rennen gibt es eigentlich nichts Besonderes zu berichten. Außer dass mir jetzt mein linker Arm gewaltig weh tut", so der kurze Rennbericht vom Sieger Patrick Schäfer.

Morgen wird`s wohl weh tun
Stimmen über Konditionsprobleme oder Schmerzen in den Muskeln und Gelenken wurden bereits kurz nach der Siegerehrung vernommen. "Zum Schluss ging mir einfach die Kondition aus und ich war froh, dass die Zielflagge fiel", so Klaus Wetzel. Ähnliches hatte ein sichtlich erschöpfter Gerhard Jentsch zu berichten: "Ich hab das Gefühl, als wäre ich durch die Wäschetrommel gehauen worden. Morgen hab ich bestimmt Muskelkater".

Trotz der Blessuren, die einige der Teilnehmer mitgenommen haben, hat es allen Fahrern Spaß gemacht und keiner der 12 Teilnehmer hat vorzeitig das Rennen beendet. "Ich hab mir schon vor dem Start eine Ecke ausgesucht, wo ich am besten aussteigen kann. Aber ich hab durchgehalten", freut sich Herbert Klein, der mit 66 Jahren älteste Teilnehmer des Rennens.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Bistro der Kartbahn wurde einstimmig beschlossen, in naher Zukunft ein weiteres Rennen auf der Kartbahn im Kartland Sinn auszurichten. Für die tolle Durchführung der Veranstaltung bedanken wir uns bei dem Team des Kartlandes Sinn und versprechen Euch gleichzeitig, dass wir bestimmt wieder kommen. -sbe

Fotos von der Veranstaltung finden Sie über den folgenden Link.

Danke an Werner Meiswinkel und Benedikt Scholko für die Aufnahmen.


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