
Im Qualifying - Priaulx vorne, Müller 6.
Andy Priaulx vom BMW Team UK gelang gleich in seiner ersten Runde auf dem "Guia Circuit" die Bestzeit von 2:31,712 Minuten. Damit unterbot er den Rundenrekord auf dem 6,2 Kilometer langen Stadtkurs, den BMW Team Deutschland Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. "Das ist ein fantastisches Ergebnis", sagte Priaulx. "Von Beginn an kam ich hier sehr gut mit meinem Auto zurecht. Auch im Qualifying war die Balance gut. Es hat sich bezahlt gemacht, schon am Anfang voll anzugreifen, denn später war es durch die vielen Unterbrechungen schwierig, gute Zeiten zu fahren."
Die Konkurrenten des amtierenden Tourenwagen-Europameisters im Kampf um den WM-Titel sind jedoch keinesfalls außer Reichweite. Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Deutschland, der mit einem Punkt Vorsprung auf Priaulx die Fahrerwertung anführt und gestern seinen 30. Geburtstag feierte, startet vom sechsten Platz ins vorletzte Rennen der Saison. Fabrizio Giovanardi (ITA), Dritter in der Meisterschaft, belegte für Alfa Romeo Rang neun. "Es ist noch Alles drin", gab sich Dirk Müller zuversichtlich. "Ich hatte Pech, war jedesmal mit neuen Reifen unterwegs, wenn die rote Flagge rauskam. Platz 2 oder 3 wäre drin gewesen. Deshalb bin ich nicht unzufrieden, weil ich am Sonntag noch zulegen kann."
BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der für die abschließenden Läufe der FIA WTCC nach Macau gereist ist, kommentierte den Ausgang des Qualfiyings: "Andy hat sich mit der Poleposition eine gute Ausgangsbasis für die Rennen am Sonntag erarbeitet und eine überragende Leistung gezeigt. Mit maximalem Zusatzgewicht von 60 Kilogramm über eine halbe Sekunde schneller zu sein als die Konkurrenz, das ist beeindruckend. Allerdings wissen wir, dass in Macau viel passieren kann. Schon im Qualifying hat sich gezeigt wie Unfälle und Ausrutscher hier das Geschehen beeinflussen können. Es bleibt also dabei: Erst nach den Rennen morgen wissen wir, wer Weltmeister ist."
Wie in Macau üblich erlebten die Fahrer ein turbulentes Qualifying, das mehrere Male unterbrochen wurde und vorzeitig endete. Nach zwei Roten Flaggen zu Beginn der Session kam es fünf Minuten vor dem Ende in der "R-Kurve" zu einer Kollision zwischen Gabriele Tarquini (ITA) und Rickard Rydell (SWE), woraufhin die Streckenposten erneut zur Bergung der Fahrzeuge ausrücken mussten. Wenige Sekunden vor Schluss kollidierten auch Augusto Farfus jr. (BRA) und Paul Poon (HKG). Abgesehen von Schäden an den Autos kamen alle beteiligten Piloten mit dem Schrecken davon.
Die weiteren Fahrer der BMW Länderteams konnten aufgrund der häufigen Unterbrechungen nicht das volle Potenzial ihrer BMW 320i ausschöpfen. BMW Team Deutschland Pilot Jörg Müller (Hückelhoven), den eine schwere Erkältung plagt, belegte den elften Platz, Antonio Garcia (ESP) vom BMW Team Italy-Spain wurde Zwölfter. Duncan Huisman (NLD), der für das BMW Team Holland antritt, klassierte sich nach technischen Problemen auf Platz 16. Garcias Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) startet am Sonntag vom 27. Platz. -sbe, Quelle BMW, SZ
Ergebnis:
1. Andy Priaulx (GBR, BMW 320i) 2:31, 712 Minuten, 2. Andre Couto (MAC, Alfa Romeo) 2:32,334, 3. Augusto Farfus jr. (BRA, Alfa) 2:32,466, 4. Gabriele Tarquini (ITA, Alfa Romeo) 2:32,524, 5. Nicola Larini (ITA, Chevrolet) 2:32,808, 6. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) 2:33,062, 7. Rickard Rydell (SWE, SEAT) 2:33,238, 8. Alain Menu (SWI, Chevrolet) 2:33,572
Das 19. Rennen der FIA WTCC wird am Sonntag um 4.40 Uhr MEZ gestartet. Der Fernsehsender Eurosport berichtet live.