Kein Samba für Dirk Müller

Bei den Läufen 9 und 10 zur World Touring Car Championship im brasilianischen Curitiba reichte es für Dirk Müller in beiden Läufen nicht zu einem Platz in den TOP 10. Mit 70kg Zusatzgewicht an Bord seines BMW 320si belegte der Burbacher die Plätze 20 und 15. Gene (Seat) und Priaulx (BMW) Sieger der beiden Rennen.
Von: AMC Hellertal Burbach


Beim ersten Auftritt der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Südamerika hat Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK seinen vierten Saisonsieg errungen. Der amtierende Weltmeister gewann den zweiten Lauf auf dem "Autódromo Internacional de Curitiba". Hinter Priaulx und Alfa-Pilot Gianni Morbidelli (ITA) erreichte Alessandro Zanardi (ITA) für das BMW Team Italy-Spain zum ersten Mal in diesem Jahr eine Podestplatzierung. Der 39-Jährige war nach einem Fehler im Qualifying vom letzten Platz ins erste Rennen gestartet, zeigte aber eine beeindruckende Aufholjagd, die mit Platz drei in Lauf zwei belohnt wurde. Zudem sammelte Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany in Curitiba zwei WM-Punkte. Er belegte im zweiten Rennen den siebten Rang. Den Sieg im ersten Lauf sicherte sich Jordi Gené (ESP) vor Peter Terting (GER) und Augusto Farfus (BRA).

Bei Temperaturen um 15 Grad Celsius und leichter Bewölkung erlebten die brasilianischen Motorsport-Fans einen turbulenten Start ins erste Rennen. Bereits nach der ersten Runde fuhr das Safety-Car auf die Strecke, nachdem sowohl Maurizio Ceresoli (ITA) als auch Lokalmatador Lucas Molo (BRA) ihre Autos in Folge von Unfällen abstellen mussten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Jörg Müller bereits auf den neunten Platz vorgearbeitet, BMW Team Italy-Spain Pilot Duncan Huisman (NLD) fuhr auf der zehnten Position. Den besten Start zeigte Zanardi, der sich vom letzten auf den 15. Rang verbesserte. Dirk Müller (Burbach) hatte hingegen zu Beginn des Rennens Pech: In Kurve sechs wurde der Fahrer vom BMW Team Germany auf Platz 14 fahrend am Heck getroffen und ins Kiesbett geschoben. Daraufhin fiel er ans Ende des Feldes zurück und kam als 20. ins Ziel.

Priaulx verteidigte am Start Position sieben, musste jedoch nach Ende der Safety-Car-Phase zu Beginn der vierten Runde Morbidelli passieren lassen. Den achten Rang - und damit die Poleposition für Lauf zwei - hielt er bis ins Ziel. Jörg Müller fuhr ein fehlerloses Rennen, das er auf dem neunten Platz beendete. Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als könne Huisman seinen zehnten Rang halten. Allerdings hatte der 34-Jährige mit einem technischen Problem an der Hinterachse zu kämpfen, so dass er sein Tempo reduzieren musste und einen Platz verlor. Davon profitierte Zanardi, der nach einigen spektakulären Überholmanövern Zehnter wurde.

Der zweite Lauf wurde zum Thriller. Zwei Mal musste das Safety-Car das Feld neutralisieren. Nach weiteren Unfällen, die viele Trümmerteile auf die Strecke wirbelten, brach die Rennleitung den Lauf vorzeitig ab. Priaulx hielt sich aus den hart geführten Zweikämpfen im Mittelfeld heraus. Er bestimmte das Geschehen von der Spitze aus und erarbeitete sich auch nach den Safety-Car-Phasen rasch wieder einen Vorsprung. Weiter hinten begeisterte Zanardi die Fans. Vom zehnten Startrang machte er Platz um Platz gut und übernahm in Runde neun die dritte Position von James Thompson (GBR). Gegen Ende des Rennens setzte er auch noch Morbidelli unter Druck, der Abbruch verhinderte jedoch einen Angriff. Zanardi fuhr in 1:26,069 Minuten zum ersten Mal in seiner WTCC-Karriere die schnellste Rennrunde.

Jörg Müller verbesserte sich im Verlauf des Rennens vom neunten auf den siebten Platz. Sein Teamkollege Dirk Müller konnte vom 20. Startplatz nicht mehr in den Kampf um die Punkte eingreifen und musste sich mit dem 15. Platz zufrieden geben. Auch Huisman gelang es nicht, sich bei seinem WTCC-Comeback in den Top-Acht zu platzieren. Nachdem er in der fünften Runde im Duell mit Gabriele Tarquini (ITA) dessen SEAT touchiert hatte, fiel Huisman zurück und beendete das Rennen schließlich auf Rang 16. -sbe, Quelle BMW


Fahrerwertung: 1. Priaulx (44 Punkte), 2. Thompson (41), 3. Tarquini (40), 4. Rydell (34), 5. Muller (33), 6. Dirk Müller (32), 7. Terting (32), 8. Jörg Müller (30).

Herstellerwertung: 1. SEAT (127 Punkte), 2. BMW (126), 3. Alfa Romeo (75), 4. Alfa (62).

Rennkalender:
02.04. - Monza (ITA), 30.04. - Magny-Cours (FRA), 21.05. - Brands Hatch (GBR), 04.06. - Oschersleben (DEU), 02.07. - Curitiba (BRA), 30.07. - Puebla (MEX), 03.09. - Brünn (CZE), 24.09. - Istanbul (TUR), 08.10. - Valencia (ESP), 19.11. - Macau (CHN).

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