Das war der Hammer

„Es war ein großes Erlebnis für mich“. Der 2. Vorsitzende des AMC Burbach, Gerhard Jentsch, beschreibt seine Eindrücke über eine schnelle Runde auf der Nürburgring-Nordschleife im Renntaxi von Jana Meiswinkel.
Von: AMC Hellertal Burbach


Eine nicht alltägliche Einladung bekam ich vorige Woche von Jana Meiswinkel.

Ich könne am Freitag den 13. im Rahmen der Test- und Einstellfahrten zum VLN Langstreckenpokal auf dem 2.Sitz, der extra dafür eingebaut würde, eine Runde mit Ihr im Puma über die Nordschleife fahren. Seit über 40 Jahren fahre ich nun zum „Ring“, aber in einem Rennwagen bin ich noch nie mitgefahren. Also sagte ich spontan zu.

Meine Familie sagte: "Lass es sein, du musst sowieso Kot…"
Kneifen, nein, das wollte ich auf gar keinen Fall. Also fuhr ich am Freitag zum Ring. Dort angekommen, war außer Nebel nicht viel zu sehen. War die Anreise umsonst? Nein, die Rennleitung gab bekannt, dass mit halbstündiger Verspätung gestartet werde. Der Nebel war nur an der GP-Strecke. Eine Dame und ein Herr hatten ebenfalls die Möglichkeit, bei Jana mitzufahren. Den beiden ließ ich natürlich den Vortritt. Es konnte ja nicht schaden, wenn Jana noch 2 Trainingsrunden fährt, bis ich dran komme habe ich mir gedacht. Nun musste ich mich in einen viel zu kleinen Fahreranzug zwängen und den Helm aufsetzen. Nachdem ich mich durch den kleinen Einstieg in den Sitz gezwängt hatte, legte mir ein Mechaniker den Gurt an. Kurze Frage von Jana: „Können wir?“ Ja, jetzt gab es kein Zurück mehr. Nach wenigen Metern dachte ich der Nebel wäre bis ins Cockpit gedrungen. Aber es war nur meine Brille, die zwischenzeitlich beschlagen war. Bis ich das Problem behoben hatte, war die GP-Strecke schon zu Ende und es ging in die „Hatzenbach.“ Die Geräusche im Auto waren so enorm, dass eine Unterhaltung mit Jana unmöglich war. Es hörte sich an, als säße man in einer Blechbüchse und werde mit Steinen beworfen. Jana habe ich durch den Daumen nach oben ein Zeichen gegeben, dass bei mir alles OK ist. Die Kurvengeschwindigkeit ist mit Slicks enorm, aber Jana hatte ihr Auto im Griff. In der „Fuchsröhre“ glaube ich, hört man kurz auf zu Atmen. Das Fahren über die Curbs und Sprungkuppen, links und rechts Überholen und überholt zu werden, ist wie Achterbahn fahren und dabei selbst zu lenken. Die 12 Minuten waren so schnell zu Ende.

Außer ein paar Nacken- und Schulterbeschwerden habe ich die Fahrt gut überstanden. Meiner Familie konnte ich sagen: Ich habe überhaupt nicht geko…

Es war ein Großes Erlebnis für mich.
Vielen Dank an Jana.

Gerhard Jentsch


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