Zusatzprogramm für Dirk Müller

Rennprogramm ausgeweitet: Dirk Müller kehrt mit einem Ferrari F430 in die American Le Mans Series (ALMS) zurück. Der Burbacher ersetzt den verletzten Tomas Enge.
Von: AMC Hellertal Burbach

Für das Rennen in Long Beach und vermutlich auch für den eine Woche später folgenden Lauf in Houston wird Dirk Müller, ALMS GT Champion von 2000, den am vergangen Wochenende verunfallten Tomas Enge im Petersen/White Lightning Ferrari F430 GT ersetzen. Zusammen mit Tim Bergmeister bildet Dirk Müller damit ein rein deutsches Duo. Enge zog sich bei einem Unfall in St. Petersburg so starke Verletzungen zu, dass er bei den nächsten beiden Rennen in Long Beach (14. April) und Houston (21. April) nicht einsatzfähig ist.

Den Ferrari F430, den Dirk Müller pilotiert, kennt der Deutsche bereits von seinem Auftaktsieg in der FIA-GT-Meisterschaft in Zhuhai. "Natürlich ist es nicht schön, einen verletzten Fahrer zu ersetzen, aber es ist Teil unseres Jobs", sagt Müller. "Ich wünsche Tomas, dass er so schnell wie möglich wieder gesund wird. Ich freue mich auf die Rennen mit dem Ferrari F430, in dem ich mich sehr wohl fühle. Ich kenne das Petersen/White-Lightning-Team von früher und weiß, wie professionell es ist“, so der Burbacher gegenüber dem Online-Magazin racing1.

Für Dirk Müller ist die ALMS nicht unbekannt. Schon von 1999 bis 2001 fuhr er in den USA. Dabei konnte er achtmal gewinnen. U.a. auch 1999 das Petit Le Mans und 2000 die 12 Stunden von Sebring in der GT-Klasse.

Ab 2002 bestritt er für BMW die Tourenwagen-Meisterschaften. Zuerst in der Europäischen Tourenwagenmeisterschaft. Dort wurde er 2004 Vizemeister. In der Nachfolgeserie, der Tourenwagen-Weltmeisterschaft wurde er auch 2005 Vizemeister, erst gestoppt beim letzten Rennen durch einen technischen Defekt. 2006 fuhr er seine letzte Saison im Team von BMW Schnitzer und kam auf Platz sieben.

In diesem Jahr startet Müller in der FiA GT-Meisterschaft beim Meisterteam AF Corse mit Teamkollege Toni Vilander und konnte dort auf Anhieb mit dem Ferrari 430 GT den 1. Lauf in Zhuhai (China) gewinnen. Wahrscheinlich auch deshalb bekam er nun die Chance bei Petersen Motorsports/White Lightning Racing in der ALMS mit Ferrari zu starten. Das Team arbeitet gerade fieberhaft daran, für das Rennen in Long Beach einen neuen F430 aufzubauen, da das ursprüngliche Auto beim Unfall in St. Petersburg irreparabel zerstört wurde. Tomas Enge wurde am Freitag am linken Ellbogen operiert und bleibt in den nächsten Wochen zur Rehabilitation in Indianapolis. – bbe, Quelle project LeMans, motorsport xl und racing1


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