Mit dicken Armen zur Tabellenführung

Dirk Müller weiterhin Tabellenführer in der GT2-Wertung der FIA GT Meisterschaft. Platz vier nach Lenkungsdefekt in Oschersleben. Nach drei Siegen und einem zweiten Mal erstmals ohne Podium.
Von: AMC Hellertal Burbach

Mit dem vierten Rang beim Lauf zur FIA GT Meisterschaft in Oschersleben festigte Clubkamerad Dirk Müller seinen Avancen auf den Meistertitel in der GT2-Wertung. Bis zur zehnten Runde sah in der Magdeburger Börde alles nach einem spannenden Kampf um den Rennsieg aus – bis die Servolenkung am Müller-Ferrari langsam aber sicher ihren Dienst einstellte. Beim Boxenstopp wurde ein defekter Schlauch an der Servounterstützung diagnostiziert. Auswirkung: Schlauch bleibt drin, Fahrer wird gewechselt, ab jetzt dreht Toni Vilander am Lenkrad. Nach 60 Sekunden ist die Mannschaft wieder auf der Strecke. „Die Jungs unseres Teams haben schnell erkannt, dass da nicht viel zu machen ist. Also Öl rein, Deckel drauf und wieder raus“, so der Kommentar von Dirk Müller zum Boxenstopp.

Toni Vilander wurde in Runde 45 wieder von Dirk Müller abgelöst und berichtete von seinem Kampf gegen die Lenkung: „Das war absolut unberechenbar. Mal war eine Lenkunterstützung da, dann wieder nicht. Und das alles in einem Lenkvorgang. Ich habe dann zwischendurch die Unterstützung ausgeschaltet, aber das ging noch weniger. Hier auf dem Kurs brauchst du die Servolenkung unbedingt, der Kurs ist eben recht eng und kurvenlastig.“

Am Ende ist es Platz vier für Müller/Villander und weiterhin die Tabellenführung mit 15 Punkte Vorsprung auf die Teamkollegen Ortelli/Bruni. Das war sicher eines der anstrengendsten, aber auch besten Rennen meiner Karriere“, gab Dirk Müller nach dem Rennen zu. „Ich spüre meine Arme kaum noch. Ich bin aber sehr froh dass wir uns trotz der immens schwierigen Aufgabe immer noch auf Position vier ins Ziel retten konnten und uns wichtige Meisterschaftspunkte sichern konnten. Wir waren heute trotz der 78 Kilogramm Handicapgewicht das schnellste Auto im GT2 Feld. Das zeigt unsere unglaubliche Performance. Ohne den frühen Schaden wäre der Sieg heute nur über uns zu erringen gewesen. Ich gratuliere unseren Teamkollegen Gianmaria Bruni und Stephan Ortelli aber natürlich sehr gerne zu ihrem Sieg. Unser Vorsprung in der FIA-GT-Meisterschaftswertung beträgt immer noch komfortable 15 Punkte. Damit reisen wir beruhigt zum sechsten Saisonlauf, den 24-Stunden von Spa-Francorchamps in Spa Ende Juli.“ – bbe, Quelle www.dirk-müller.com

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