
Kurzer Einsatz in Spa
"Ich bin unendlich traurig, es ist schon schwer, wenn du ein Rennen in Führung liegend aufgeben musst und nichts machen kannst", resümierte der der völlig enttäuschte 31-jährige nach seinem Ausfall in der dritten Rennstunde.
Von der vierten Position aus war der AF-Corse-Motorola Pilot mit seinem Ferrari F430 GT am Samstagnachmittag auf dem belgischen Ardennenkurs ins Rennen gegangen. "Wir haben uns sehr gewissenhaft auf dieses Rennen vorbereitet und uns auch in den freien Trainings und im Qualifying auf keinerlei Risiko eingelassen", so der Tabellenführer in der FIA-Gesamtwertung der GT2 Klasse. Nach knapp anderthalb Rennstunden kam Dirk Müller zum ersten, routinemäßigen Stopp an die Boxen. Problemlos wurde der Renner aus Maranello aufgetankt und der Siegerländer bleib für einen weiteren Stint am Steuer sitzen. Nachdem alle Teams getankt hatten lag der AF-Corse-Motorola Ferrari mit der Startnummer 50 an zweiter Position nach zwei weiteren Runden konnte Dirk seinen Teamkollegen Gianmaria Bruni im Schwesterauto auf die zweite Position verweisen und die Führung übernehmen. Bis dahin lief für das Trio Dirk Müller, und seine beiden finnischen Teampartner Toni Vilander und Mika Salo, das Rennen nach Plan.
Zwei Runden vor dem zweiten Boxenhalt, bei dem der Ex-Formel1-Pilot Mika Salo das Steuer übernehmen sollte, kam für Dirk das überraschende Aus. "Ich war in der zweitlangsamsten Kurve des Kurses unterwegs, als schlagartig das Heck meines Autos ausgebrochen ist", berichtet der Ferrari-Pilot von den dramatischen Sekunden. "Ich habe mich dann abgedreht und bin leicht in die Leitschienen eingeschlagen." Eine Ölspur wurde dem AF-Corse-Piloten zum Verhängnis und ließen ihm keine Chance sein Fahrzeug auf der Piste zu halten. Der Schaden am Ferrari F430 war eigentlich nicht erwähnenswert ein Stück des Frontspoilers blieb auf der Strecke, eigentlich kein großes Problem. Allerdings wurde auch einer der Wasserkühler in der Front des F430 beschädigt und das ist einer der wichtigsten Punkte im italienischen Mittelmotor-Renner. Die halbe fehlende Runde, die Dirk Müller nun in langsamer Fahrt an die Boxen zurücklegen musste, ließen den Motor überhitzen und das Team hatte keine andere Möglichkeit um das Rennen aufzugeben.
"Es tut mir für unsere Mannschaft unendlich leid, die Jungs haben so hart gearbeitet und uns ein phantastisches Auto zur Verfügung gestellt, aber es war einfach nichts zu machen." Obwohl es in Spa aufgrund der Distanz um doppelte Meisterschaftspunkte ging, behalten Dirk und Teamkollege Vilander trotz des Ausfalls die Tabellenführung in der GT2 Klasse der Gesamtwertung. Der Vorsprung ist aber von 15 Punkten auf zwei Punkte geschrumpft. – Quelle: www.dirk-müller.com