
Team ATM-Motorsport neun Mal klüger
Mit einem Klassensieg beim Oscherslebener Bördesprint sechs Tage zuvor waren Jana Meiswinkel und das Team ATM-Motorsport voller Zuversicht in die Eifel gereist, um auch in Sachen VLN endlich in die Erfolgsspur zurückzukehren. Bei einigen Teammitgliedern gab es jedoch schon nach dem Zeittraining lange Gesichter, als die Regenreifen auf der nassen Fahrbahn nicht den erhofften Griplevel aufbrachten. Gelassen sah lediglich Teamchef Werner Meiswinkel das Ergebnis: „Bei einem Vier-Stunden-Rennen, vor allem bei diesen Bedingungen, sind 20 Plätze weiter vorne oder hinten in der Startaufstellung vollkommen egal.“
Anders als noch beim achten Lauf übernahm Ernst Berg den Start auf dem „Sternschnüppchen“ Ford Fiesta ST, wobei ihn sein Teamchef erst zu Regenreifen überreden musste. Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich angesichts der noch immer zu drei Vierteln nassen Strecke herausstellen sollte. Nach problemloser Fahrt des Eifelaners übernahm Jana Meiswinkel auf Platz drei der Klasse liegend das Steuer, geriet dann aber schnell mit einem überrundenden Fahrzeug aneinander, das gar nicht schnell genug wieder auf die Ideallinie zurückkonnte. Die Folge war eine Kollision, die insgesamt zwei zusätzliche Boxenstopps nötig machte. Vom zwischenzeitlichen sechsten Platz der Klasse ging es bis zum Schluss immerhin noch auf die vierte Position in der Klasse SP2 nach vorne. Wie so oft im bisherigen Saisonverlauf nahm das Rennen also keinen völlig reibungslosen Gang, weshalb man die eigentlich dritte Saison mit dem Ford Fiesta beinahe schon als Lernjahr ansehen muss.
Mehr als eine Randnotiz war jedoch das Wiedersehen mit BMW-Werkspilot Dirk Müller, der wie Jana Meiswinkel zum Fahrerkader des AMC Burbach zählt. Vielleicht hat der Gesamt-Zweite des neunten Laufs ja einige hilfreiche Tipps an die 22-Jährige weitergeben können und verhilft dem so arg gebeutelten Team aus dem Siegerland doch noch zu einem erfolgreichen Saisonabschluss am 31. Oktober.
Text: Michael Bräutigam
Foto: Oliver Wegen
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