
Felix Weber beim Weltfinale in TOP 10
Bei der internationalen Serie nahmen rund 4205 Piloten weltweit an Teamrennen zur Vorentscheidung teil. Schlußendlich qualifizierten sich 81 Fahrerinnen und Fahrer aus 11 Nationen für das Weltfinale in Paris.
14 Piloten aus Deutschland gingen an den Start des Finalrennens um den Titel des Weltmeisters. Unter ihnen war auch der Eschenburger Felix Weber vom AMC Burbach Junior Team. Die internationale Konkurrenz war groß und bestand zum Teil aus Profis aus Abu Dhabi, Australien, Amerika und Finnland.
Die Finalveranstaltung erstreckte sich über zwei Tage, an denen sich die Fahrer in Ausscheidungsrennen mit jeweils 30 Piloten gleich dreimal für das Finale qualifizieren mussten. Die eingefahrenen Punkte der Finalrennen wurden addiert und ergaben den Endstand des Weltfinales.
Das Wetter schlug mit einem Wechsel aus Sonne, Regen und Hagel Kapriolen und sorgte für schwere Bedingungen für Fahrer und Material. In den freien Trainings am Freitagmorgen konnte Felix Weber sofort mit sehr schnellen Rundenzeiten und einer stetigen Position unter den ersten drei überzeugen.
Im ersten Finalrennen fuhr Felix Weber von Platz 13 auf Platz 7 vor und verfehlte um 0,008 Sekunden die schnellste Gesamtrennrunde.
Am Samstagmorgen war er vom im zweiten Vorfinale vom Pech verfolgt. Von Position 13 gestartet musste er in einem Regenrennen auf Slicks höllisch aufpassen, sein Kart nicht in der Wiese zu parken. In der ersten Kurve wurde er von der Strecke gedrängt und verlor dadurch wertvolle Plätze. Bei seiner anschließenden Aufholjagd fuhr er gerade wieder im Mittelfeld, als sich sein Nackenschutz löste. Die Rennleitung beschloss, den jungen Piloten aus Sicherheitsgründen aus dem Rennen zu nehmen. Als ihm die schwarze Flagge gezeigt wurde, reagierte er sehr souverän. Er hielt an, legte die Halskrause wieder an und konnte somit seine Verfolgungsjagd fortsetzen. Jedoch musste er erneut von hinten das Fahrerfeld angreifen. Wieder auf Position 16 fahrend, erhielt der 16 jährige Hesse einen erneuten Schups von hinten und schoss wieder ins Gras, wobei ihm der Motor aus ging. Auch diese Situation konnte Felix nicht aus der Ruhe bringen. Er startete sein Kart neu und heftete sich erneut an die Fersen seiner Konkurrenten. Nach diesen ganzen Pannen beendete er das Rennen auf einem beachtlichen 19. Platz.
Im letzten Finalrennen ging Felix Weber vom 16. Platz aus ins Rennen. Auf Slicks gestartet hatten die Fahrer große Probleme, als es gegen Ende des Rennens zu regnen begann. Den Teams war es nicht erlaubt, im Rennen die Reifen zu wechseln. Felix Weber kämpfte sich Runde für Runde nach vorne und konnte letztendlich Platz 6 einfahren. Im Gesamtklassement reichte es für ihn, trotz der vielen ärgerlichen Zwischenfälle, zum 8. Gesamtrang.
Somit erreichte er als einziger Deutscher eine Platzierung in den TOP 10.
Auf den Plätzen eins bis sieben wurden auschließlich Franzosen und Belgier notiert, die die Strecke bereits aus zahlreichen, früheren Rennen kannten.
Text und Foto: Petra Weber